Kaum klettern die Temperaturen und die Sonne zeigt sich öfter, beginnt auch sie: die heiß ersehnte Rhabarber-Saison! Die säuerlich-frischen Stangen sind für viele von uns der Inbegriff des Frühlings auf dem Kuchenteller. Aber Rhabarberkuchen ist nicht gleich Rhabarberkuchen. Es gibt unzählige Varianten, kleine Tücken bei der Zubereitung und immer wieder Fragen rund um das beliebte Stangengemüse (ja, richtig gelesen!).
Hier erfährst du alles Wichtige – von der Auswahl der perfekten Stangen über die richtige Vorbereitung bis hin zu einem absolut gelingsicheren Grundrezept für einen klassischen Rhabarberkuchen, das dich begeistern wird. Außerdem klären wir die häufigsten Fragen und ich zeige dir, welche köstlichen Variationen du unbedingt ausprobieren solltest.
Bereit, in die Welt des Rhabarberkuchens einzutauchen? Los geht’s!
Rhabarber: Mehr als nur Sauer? Was du über das Frühlingsgemüse wissen solltest
Auch wenn wir ihn meist süß zubereiten, gehört Rhabarber botanisch gesehen zum Gemüse. Seine charakteristische Säure verdankt er vor allem der enthaltenen Äpfel- und Zitronensäure – und genau die macht ihn zum perfekten Partner für süße Teige, Streusel oder Baiserhauben. Die Farbe der Stangen (von grün über rot bis hin zu rotstielig mit grünem Fleisch) sagt übrigens nicht unbedingt etwas über den Geschmack oder die Zartheit aus, sondern ist sortenabhängig.
Die Rhabarber-Saison: Wann gibt’s die besten Stangen & worauf achten beim Kauf?
Die klassische Rhabarber-Saison in Deutschland ist relativ kurz und erstreckt sich meist von April bis zum Johannistag am 24. Juni. Danach sollte man Rhabarber nicht mehr ernten, da der Gehalt an Oxalsäure in den Stangen ansteigt.
Beim Kauf solltest du auf Folgendes achten:
- Feste, pralle Stangen: Sie sollten sich nicht biegen lassen.
- Glänzende Oberfläche: Ein Zeichen von Frische.
- Schnittstellen: Sollten feucht und frisch aussehen, nicht ausgetrocknet oder bräunlich.
Frischer Rhabarber hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks, eingewickelt in ein feuchtes Tuch, einige Tage.
Die Rhabarberkuchen – Grundrezepte
Rhabarber richtig vorbereiten: Schälen, Schneiden & der Oxalsäure-Mythos
Die richtige Vorbereitung ist entscheidend für den späteren Kuchengenuss.
- Waschen: Rhabarberstangen gründlich unter fließendem Wasser waschen.
- Enden entfernen: Die trockenen Enden und Blattansätze großzügig abschneiden. Blätter sind nicht essbar!
- Schälen: Ob du Rhabarber schälen musst, hängt von den Stangen ab. Faustregel: Sehr junge, dünne und zarte Stangen (oft die roten Sorten) müssen meist nicht oder nur dünn geschält werden. Dickere, grünere und faserigere Stangen solltest du schälen. Ziehe dazu die Fasern mit einem kleinen Messer von oben nach unten ab.
- Schneiden: Den vorbereiteten Rhabarber in gleichmäßige Stücke schneiden (ca. 1-2 cm breit, je nach Rezept).
Wichtiger Hinweis zur Oxalsäure: Rhabarber enthält Oxalsäure, die in großen Mengen gesundheitsschädlich sein kann und Kalzium bindet. Durch das Kochen oder Backen und die Kombination mit Milchprodukten (im Teig, als Pudding etc.) wird der Gehalt bzw. die Wirkung reduziert. Schälen entfernt ebenfalls einen Teil der Oxalsäure, die sich besonders in der Schale anreichert. Menschen mit Nierenproblemen sollten beim Verzehr vorsichtig sein.
Für alle die es ganz genau wissen wollen: Rhabarber richtig für Kuchen vorbereiten (Schritt für Schritt)
Häufige Fragen zu Rhabarberkuchen (FAQ)
Warum wird mein Rhabarberkuchen manchmal matschig?
Kann man Rhabarberkuchen einfrieren?
Wie lange hält sich Rhabarberkuchen?
Muss man Rhabarber für Kuchen immer schälen?
Ist Rhabarber gesund?
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Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber die Welt des Rhabarberkuchens hat noch so viel mehr zu bieten! Wenn du Lust auf Abwechslung hast, probiere unbedingt auch diese Varianten aus: