Autor: Rebekka Mädler | Einfach Kuchen
Deshalb solltest du dir vor dem Start alle Zutaten griffbereit hinstellen und genau abwiegen. Auch der Backofen sollte schon vorgeheizt sein – auf 175 °C Ober- und Unterhitze. Nimm dir einen Moment Zeit, um deine Springform vorzubereiten: Lege den Boden mit Backpapier aus, aber fette die Form auf keinen Fall ein – das ist wichtig, damit der Teig gut „hochklettern“ kann.

Bevor du mit der Eiermasse beginnst, schmilz zuerst die Butter bei niedriger Hitze und stell sie anschließend zur Seite. Sie sollte beim späteren Unterheben flüssig, aber nicht mehr heiß sein – so lässt sie sich am besten einarbeiten, ohne die Luftigkeit der Masse zu zerstören.

Jetzt bereitest du dein Wasserbad vor. Erhitze dazu etwas Wasser in einem Topf und stelle eine hitzebeständige Schüssel (am besten aus Edelstahl) so darauf, dass sie das Wasser nicht direkt berührt. Gib nun die Eier, den Zucker, das Vanillekonzentrat und eine Prise Salz in die Schüssel. Erwärme die Masse unter ständigem Rühren auf etwa 45 °C – dadurch wird sie stabiler und lässt sich später besonders voluminös aufschlagen.
Erhitze die Masse anschließend unter ständigem Rühren auf 45 Grad.
Sobald deine Eiermasse die Temperatur von 45 °C erreicht hat, nimm die Schüssel vom Wasserbad und setze sie in deine Küchenmaschine oder schlage sie mit dem Handrührgerät weiter auf. Jetzt heißt es: Geduld und Power. Die Masse musst du so lange aufschlagen, bis sie vollständig abgekühlt, dicklich, luftig und stabil ist. Perfekt ist sie, wenn sie beim Herausziehen des Schneebesens eine sichtbare Spur hinterlässt – das nennt man auch „zur Rose schlagen“.
Sieb nun das Mehl direkt in die aufgeschlagene Eiermasse – das verhindert Klümpchen und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung. Hebe das Mehl mit einem Teigspatel vorsichtig, aber gründlich unter. Nimm dir dabei Zeit, damit die Luft in der Masse erhalten bleibt.
Jetzt kommt die vorbereitete Butter zum Einsatz. Sie sollte noch flüssig, aber nur noch lauwarm sein. Gieße sie am besten in einem dünnen Strahl an den Rand der Schüssel und hebe sie behutsam unter die Masse. So verhinderst du, dass die luftige Struktur zusammenfällt, und erhältst einen schön saftigen Boden mit perfekter Textur.

Fülle den fertigen Teig nun direkt in die vorbereitete Springform – idealerweise streichst du die Oberfläche noch etwas glatt. Backe den Wiener Boden im vorgeheizten Ofen bei 175 °C Ober- und Unterhitze für etwa 40 Minuten. Öffne die Ofentür während der Backzeit nicht, damit der Boden gleichmäßig aufgehen kann.

Nimm den Boden nach der Backzeit vorsichtig aus dem Ofen, löse ihn sofort aus der Form und stürze ihn kopfüber auf ein Stück Backpapier. So bleibt die Oberfläche schön eben. Lass den Boden vollständig auskühlen. Anschließend wickelst du ihn fest in Frischhaltefolie und lagerst ihn über Nacht an einem kühlen Ort. Am nächsten Tag lässt er sich wunderbar in drei gleichmäßige Böden schneiden – perfekt für deine Torte.