Mittel Käsekuchen mit Johannisbeer Curd auf einer Kuchenplatte, angeschnitten mit sichtbarer cremiger Füllung und fruchtiger Curd-Schicht

Käsekuchen mit Johannisbeer Curd

Gesamtzeit 4 Std. 40 Min.
Portionen 10 Stcke
Schwierigkeit Mittel
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Käsekuchen mit Johannisbeer Curd gehört zu den Rezepten, die den Sommer auf den Punkt bringen. Cremig, fruchtig und mit einer feinen Säure, die den klassischen Käsekuchen auf ein neues Level hebt. Ob für den Sonntagskaffee, ein Familienfest oder einfach als krönender Abschluss eines Sommerabends: Dieser Kuchen passt.
Die Basis bildet ein knuspriger Dinkel-Mürbeteigboden, der dem cremigen Belag genau den richtigen Kontrast gibt. Die Füllung aus Quark, Joghurt und saurer Sahne ist locker und luftig, weil Eischnee untergehoben wird. Obendrauf kommt ein samtig-fruchtiges Johannisbeer Curd, das du selbst aus frischen Beeren kochst.
Das Besondere an diesem Käsekuchen: Er ist nicht zu süß. Die natürliche Säure der Johannisbeeren balanciert die cremige Füllung wunderbar aus. Zusammen mit der gemahlenen Vanille entsteht ein aromatisches Zusammenspiel, das überraschend elegant schmeckt.

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Käsekuchen mit Johannisbeer Curd

Schwierigkeit: Mittel
Vorbereitungszeit: 45 Min.
Ruhezeit: 3 Std.
Backzeit: 55 Min. bei 160°C (Ober-/Unterhitze)
Zeitaufwand: 4 Std. 40 Min.

Zutaten

10

Für den Dinkel-Mürbeteigboden

  • 200 g Dinkelmehl Type 630
  • 80 g Butter (kalt, in Stücken)
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL kaltes Wasser

Für die Füllung

  • 2 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Zucker
  • 20 g Butter (weich)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1-2 EL Speisestärke
  • 400 g Quark-Joghurt-Zubereitung
  • 80 g saure Sahne
  • 80 g Schlagsahne
  • 80 g Naturjoghurt
  • 1/4 TL gemahlene Vanille

Für das Johannisbeer Curd

  • 350 g Johannisbeeren (ohne Rispen)
  • 5 Eier
  • 240 g Zucker
  • 1/4 TL gemahlene Vanille
  • 1,5 TL Speisestärke
  • 65 g Butter (Zimmertemperatur)

Kurzrezept

1

Mürbeteig kneten, 30 Min. kühlen und in Springform auslegen

2

Käsefüllung mit Eischnee zubereiten und auf den Boden geben

3

50-55 Min. bei 160°C backen, im Ofen ausdampfen lassen

4

Johannisbeer Curd aus frischen Beeren kochen und durch Sieb streichen

5

Kuchen auskühlen, Curd verteilen und mindestens 2-3 Std. kühlen

Zubereitung

1

Mürbeteig zubereiten

Dinkelmehl, kalte Butterstücke, Puderzucker, Eigelb, Salz und kaltes Wasser zügig zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen (der Teig wird dadurch formbar und schrumpft beim Backen nicht).

2

Springform auslegen

Springform (Ø 18 cm) fetten. Gekühlten Teig gleichmäßig ausrollen und in die Form legen, dabei den Rand ca. 5 cm hochziehen. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen (verhindert Blasenbildung).

3

Käsefüllung zubereiten

Eiweiß mit einer Prise Salz cremig und stabil schlagen (nicht zu steif). In einer zweiten Schüssel Eigelbe mit weicher Butter, Zucker, Vanille und Zitronensaft cremig rühren, bis die Masse hell und luftig ist. Speisestärke unterrühren. Quark-Joghurt-Zubereitung, Naturjoghurt, saure Sahne und Schlagsahne auf niedriger Stufe unterheben. Eischnee vorsichtig in zwei Portionen unterheben (Luft erhalten). Masse auf den Teigboden geben und glattstreichen.

4

Backen und Auskühlen

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C Ober-/Unterhitze auf mittlerer Schiene ca. 50-55 Minuten backen. Optional eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen. Die Oberseite sollte leicht goldgelb sein, nicht zu dunkel. Im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür 20-30 Minuten ausdampfen lassen. In der Form vollständig auskühlen lassen, dann mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

5

Johannisbeer Curd kochen

Johannisbeeren waschen und in einem Topf bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis sie weich und zerfallen sind. Durch ein feines Sieb streichen (ergibt ca. 250 ml Saft). Den Saft mit Eiern, Zucker, Vanille und Speisestärke verrühren und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen. Zimmerwarme Butter einrühren und weiter erhitzen, bis die Konsistenz puddingähnlich ist (ca. 80°C). Erneut durch ein feines Sieb streichen (seidig-samtige Konsistenz).

6

Käsekuchen fertigstellen

Gekühlten Käsekuchen vorsichtig aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte setzen. Abgekühltes Johannisbeer Curd gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Nach Wunsch mit frischen Johannisbeeren garnieren. Vor dem Servieren nochmals kurz kühlen.

Angeschnittener Käsekuchen mit sichtbarer Schichtung aus Mürbeteig, cremiger Füllung und Johannisbeer Curd

Warum dieser Käsekuchen mit Johannisbeer Curd so gut funktioniert

Die Füllung basiert auf einer Mischung aus Quark-Joghurt-Zubereitung, saurer Sahne, Schlagsahne und Naturjoghurt. Diese Kombination sorgt für eine besonders cremige und gleichzeitig stabile Konsistenz. Der Eischnee wird in zwei Portionen vorsichtig untergehoben und gibt dem Käsekuchen seine typisch lockere, fast souffléartige Textur.

Gebacken wird bei nur 160°C, bewusst niedrig und schonend. So bleibt die Oberfläche glatt, der Kern wird gleichmäßig fest und Risse haben kaum eine Chance. Das langsame Ausdampfen im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür ist der zweite Schlüssel: Der Kuchen zieht sich gleichmäßig zusammen, statt abrupt einzufallen.

Das Johannisbeer Curd wird separat gekocht und erst auf den vollständig ausgekühlten Kuchen gestrichen. So bleibt die fruchtige Schicht intensiv im Geschmack und samtig in der Konsistenz, ohne in die Füllung einzusinken.

5 Gründe, warum du diesen Käsekuchen lieben wirst

  1. Cremig und locker zugleich: Durch den Eischnee bekommt die Füllung eine luftige Textur, die sich von klassischen, kompakten Käsekuchen deutlich abhebt.
  2. Fruchtig ohne Marmelade: Das selbstgekochte Johannisbeer Curd hat eine ganz andere Intensität als aufgestrichene Konfitüre. Samtig, fruchtig und mit einer feinen Säure.
  3. Knuspriger Mürbeteigboden: Dinkelmehl gibt dem Boden einen dezent nussigen Geschmack und eine besonders zarte, mürbe Struktur.
  4. Nicht zu süß: Die natürliche Säure der Johannisbeeren und der Zitronensaft in der Füllung sorgen für ein ausgewogenes Geschmacksprofil.
  5. Perfekt vorzubereiten: Käsekuchen und Curd lassen sich am Vortag zubereiten. Über Nacht durchgekühlt schmeckt er sogar noch besser.

5 Tipps für den perfekten Käsekuchen mit Johannisbeer Curd

  1. Zutaten auf Zimmertemperatur bringen: Quark, Joghurt, saure Sahne und Eier sollten nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen. Zimmerwarme Zutaten verbinden sich gleichmäßiger und die Masse wird homogener.
  2. Eischnee nicht zu steif schlagen: Der Eischnee sollte cremig und stabil sein, aber noch leicht glänzen. Zu steifer Eischnee lässt sich schwer unterheben und bildet Klümpchen in der Füllung.
  3. Wasserschale im Ofen platzieren: Eine ofenfeste Schale mit Wasser auf dem Ofenboden sorgt für gleichmäßige Feuchtigkeit und reduziert das Risiko von Rissen auf der Oberfläche.
  4. Curd durch ein feines Sieb streichen: Zweimal sieben klingt nach Aufwand, lohnt sich aber. Das Ergebnis ist ein seidig-samtiges Curd ohne jede Eierspur oder Beerenhaut.
  5. Kuchen vollständig auskühlen lassen: Erst im Ofen ausdampfen, dann in der Form abkühlen, dann mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank. Erst dann das Curd auftragen (auf warmer Füllung würde es verlaufen).

Nährwerte pro Portion

pro Stück

486 kcal
Kalorien
56 g
Kohlenhydrate
24 g
Fett
13 g
Protein

Häufig gestellte Fragen

Sogar empfehlenswert. Der Käsekuchen zieht über Nacht durch und die Konsistenz wird noch cremiger. Das Curd bereitest du am besten ebenfalls am Vortag zu und streichst es morgens auf den gekühlten Kuchen.

Das Curd funktioniert wunderbar mit Himbeeren, Blaubeeren oder gemischten Beeren. Die Zuckermenge passt du je nach Süße der Beeren leicht an. Himbeeren brauchen etwas weniger, Blaubeeren etwas mehr Zucker.

Gut abgedeckt hält er sich 3-4 Tage. Durch das Curd bleibt die Oberfläche geschützt und der Kuchen trocknet nicht aus. Überschüssiges Curd füllst du in saubere Gläser und kannst es bis zu 3 Monate einfrieren.

Erika Zeeb
Über mich

Hallo, ich bin Erika Zeeb!

Hallo, ich bin Erika, leidenschaftliche Food Fotografin und Bloggerin. Mein Back- und Genussblog "Frau Schätzelein" steht für süße Kreationen mit Herz. Du findest dort saisonale Rezepte für jede Jahreszeit und Gelegenheit. Mal quick und easy, mal anspruchsvoll und ambitioniert.

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